Das Projekt

Weshalb braucht es uns? 

In jedem Schulhaus ist die sexuelle Orientierung ein Thema:

  • "Schwul" wird häufig als Schimpfwort benützt. Jugendliche, die nicht den gängigen Rollenbildern entsprechen, werden gehänselt und ausgegrenzt (bis hin zu Bullying/Mobbing).
  • Auf dem Pausenplatz kursieren Vorurteile und Klischees.
  • Einzelne Schülerinnen und Schüler merken, dass sie selber "anders" sind, und stecken mitten im Coming-out.

Für Lehrkräfte ist es eine Herausforderung, solchen Situationen gerecht zu werden. Als externe Fachpersonen unterstützen wir sie dabei!

Was bieten wir?

Wir bieten Jugendlichen einen direkten und lebensnahen Zugang zum Thema Homo- und Bisexualität, indem sie "echte" Lesben und Schwule bzw. Bisexuelle kennen lernen. Dieser persönliche Ansatz ist sehr wirkungsvoll. 

Dabei wird niemand "bekehrt", sondern wir bieten den Schülerinnen und Schülern sachliche Informationen und die Gelegenheit, uns ihre Fragen zu stellen.

Wir gestalten die Unterrichtseinheit so, dass ein Gespräch miteinander möglich wird und die Bedürfnisse der Klasse abgedeckt werden. 

Unsere Besuche sind auch für Jugendliche gedacht, die selber gleichgeschlechtlich empfinden. Da es ganz allgemein um den Umgang mit Andersartigkeit, um Ausgrenzung, Vorurteile, Freundschaft und ähnliche Themen geht, profitieren alle Schülerinnen und Schüler - und auch das Klassenklima.

Wer sind wir?

GLL wurde 2000 als Arbeitsgruppe der nationalen Dachorganisationen Pink Cross, LOS und fels gegründet. Ab 2004 kam im Kanton Zürich in Zusammenarbeit mit den HAZ die Regionalgruppe GLL Zürich hinzu. 2017 wurde schliesslich der Verein "GLL - das andere Schulprojekt" gegründet.

In den Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden arbeitet GLL mit der Fachstelle S&X, im Kanton Zug mit der kantonalen Abteilung für Kinder- und Jugendgesundheit zusammen. Wir stehen in engem Kontakt mit den Schulprojekten ABQ (Bern), COMOUT (St. Gallen, Appenzell) und der Fachgruppe EduQueer. Ausserdem sind wir mit den nationalen Dachorganisationen Pink Cross, LOS und fels, sowie im Kanton Zürich mit der HAZ und dem Verein Regenbogenhaus vernetzt.

Für detaillierte Informationen: GLL-Jahresbericht

Roger Jordi, dipl. Pflegefachmann und Student

«Das Leben ist unendlich bunt und vielfältig - und so sind auch die verschiedenen Lebenskonzepte: So fremd das eine oder andere euch auch anmuten mag, lehnt es nicht gleich ab!»
Roger Jordi, dipl. Pflegefachmann und Student